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Kapitel 3 – Ein Buch wird geschreiben …

Kapitel 3 – Ein Buch wird geschreiben …

Die Fülle an Seitenzahlen

Ich besuchte gerade einen Blogbeitrag auf Instagram. Darin schreibt eine Autorin aus dem Norden. Wie ein Buch vollkriegen mit 200 Seiten? Ich erlaube mir gerade eine Gegenfrage: Wenn die Thematik stimmig ist, reichen da nicht 100 Seiten?
Aber in diesem Beitrag wird ja darauf hingewiesen, dass 200 Seiten eine ganz schöne Masse an Worten beinhaltet. Ich benutze gerne den Ausdruck Buchstabenfunde. Die kleinen Versuche meinerseits Geschichten zu verfassen endete meist nach 300 Seiten. Diese 300 Seiten schreib ich vornehmlich Spätabends bis in die dunklen Abgründe einer Nacht. Ich bin selten ein Tageschreiber. Versucht habe ich es.

Zur Musik schreiben gelingt. Vor dem inneren Auge Bilder entstehen zu lassen, die wiederum in Buchstabenfunde enden. Und umgekehrt. Stolpernde Buchstabenfunde aus den Bildrändern meines geistigen Auges kippen leichter auf das Blatt vor mir. Niederregnend. 200 Seiten Charaktere. 200 Seiten sachdienliche Hinweise und Erläuterungen um ein Thema. 200 Seiten Schilderungen und Wendungen und die Handlung, die einen Verlauf nimmt, je nach untermalender Musik, die an dem Gehörgang kitzelt.

Meine erste Geschichte schrieb ich 1999. Über eine Ansammlung von Charakteren, die sich in verbalen Auseinandersetzungen zausten. In die, der Ort des Austragens und Geschehens zur Nebensache erklärt wurde. Und zum, von mir geplanten Ende, der Hauptcharakter zu mir sprach und sich bildlich von der Hauptbühne verabschiedete. Weil er sich nicht an Regeln halten wollte. Regeln, die sein Weiterleben in der Geschichte aufrecht gehalten haben. Ich habe es beim Aufräumen, in alten Söllerkartons wieder entdeckt. Darin geblättert und diese Geschichte trägt mich immer noch in die Ferne. Weit hinaus. Bis zur … eigentlich, nicht letzten Seite, dieser verbal geführten Geschichte. Es sind bis dahin knapp 200 Seiten. 200 Seiten, die auf Basis eines Zettels basiert.

Und jetzt. In diesem Monat sitze ich hier vor dem Schreibpult. Höre Musik und denke darüber nach, ob die Buchstabenfunde, die ich verfasst habe, in der Öffentlichkeit Zugang bekommen sollen. Und es ist Nacht über mir. Kalt weht der Wind über das ländliche Idyll. Das mich hier umgibt. Das Feuer im Kamin hält mich warm. Und meine Worte, die ich niederschreibe, formieren sich vor mir auf eine weiße Wand. Hinter der sich so viele Ideen verbergen. Und ich denke nach. Denke an den Probedruck, der mich bald besucht.

An dem Tag, an dem ich ihn in den Händen halten werde. Fällt meine Entscheidung. Denn diese Geschichte ist etwas Persönliches. Eine Geschichte, die ich noch heute in ihrer Intensität jeden Tag begegne.

In diesem weiteren Sinne …

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